Dichte

Dichte-Analytik

Die Dichte ist eine sehr wichtige physikalische Eigenschaft eines Materials. Es ist definiert als das Verhältnis einer Objektmasse zu ihrem Volumen. Die Dichte gibt an, wie viel Stoff bei einer angegebenen Temperatur und einem bestimmten Druck ein definiertes Volumen einnimmt. Da die Dichte charakteristisch für die Substanz ist, hat sie sehr großen Einfluss auf die resultierenden Eigenschaften.

Die Bestimmung der Dichte ist von entscheidender Bedeutung für die Qualitätsüberwachung und Prozesskontrolle, um beispielsweise eine kostspielige Überdosierung von Roh- und/oder Zwischenprodukten während der Herstellung zu vermeiden. Da es mehrere Definitionen für die Dichte gibt, ist es sehr wichtig zu verstehen, wie jede einzelne Dichte bestimmt wird, damit am Ende diejenige ausgewählt wird, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Verfügbare Dichtebestimmungen

Skelettdichte:

Zum Teil wird die Skelettdichte auch als „wahre“ Dichte bezeichnet. Bestimmt wird Sie mit Hilfe der Gaspyknometrie. Wir verwenden den Accupyc II 1340, die eine Gasverdrängungstechnik verwendet, um das Volumen der Probe zu bestimmen. Die Dichte wird anschließend anhand der verwendeten Probenmasse (Waage) bestimmt. Das Gerät misst das Volumen der Probe unter Ausschluss interstitieller Hohlräume (Zwischenräume) im Schüttgutpulver und jeglicher offener Porosität in den einzelnen Partikeln, zu denen das Gas Zugang hat. Die innere (geschlossene) Porosität ist immer noch in dem bestimmten Volumen enthalten.

Die Bestimmung wird üblicherweise bei Raumtemperatur durchgeführt, kann jedoch auch bei einer vom Kunden vorgegebenen Temperatur im Bereich von 0 ° C bis 50 ° C durchgeführt werden. Fast alle festen Proben sowie einige flüssige Proben können mit dieser Technik bestimmt werden.

Quecksilberdichte:

Definiert als das Gesamtvolumen des Materials einschließlich des interstitiellen Volumens SOWIE des offenen und geschlossenen Porenvolumens. Die Particle Testing Authority der Micromeritics GmbH verwendet für diese Analyse ein Quecksilber-Porosimeter (AutoPore V).

Schüttdichte oder Klopfdichte:

Der Unterschied zwischen der Schütt- und der Klopfdichte ist ein Maß für interpartikuläre Wechselwirkungen innerhalb der Probe, welche das Pulverfließverhalten beeinflussen. Dies ist besonders wichtig, wenn Bestandteile zur Verwendung in pharmazeutischen Kapseln oder Tabletten kombiniert werden. Die Particle Testing Authority der Micromeritics GmbH analysiert Proben mit Hilfe eines Dual-Tap-Dichte-Testers. Damit lassen sich verschiedene Größen wie die Schütt- und Klopfdichte, sowie der Kompressibilitätsindex und das Hausner-Verhältnis bestimmen.

Weiterführende Erklärungen dieser Begriffe und Gleichungen finden Sie in USP <61>.

Die folgenden ASTM- oder USP-Standards können speziell angefordert werden, wenn Sie Proben zur Dichtebestimmung zusenden: USP <616> | USP <699> | ASTM D-2856 and ASTM D-6683 

Polymerschaum und zelluläre Materialien:

Wir können Messdaten bereitstellen, um den Prozentsatz des Volumens offener Zellen in Blöcken aus geschäumtem oder zellförmigem Kunststoff, Glas, Gummi oder Metall zu berechnen. Diese geschäumten Kunststoffmaterialien haben dünne Membranen oder Wände, die innere Hohlräume oder Zellen trennen. Diese Zellen können offen und/oder miteinander verbunden sein, geschlossen und/oder nicht verbunden sein oder eine Kombination von offen und geschlossen sein. Mit diesen Informationen können Sie den Prozentsatz des Probenvolumens bestimmen, der von offenen Zellen und geschlossenen Zellen eingenommen wird

Geometrische oder umgebende Dichte (Envelope Density):

Bestimmt anhand der Masse der Probe und des Volumens, welches sämtliche Poren und kleine Hohlräume einschließt. Diese Dichte wird unter Verwendung des Geopyc 1365 gemessen. Das spezifische Porenvolumen und die prozentuale Porosität der Probe können durch Subtrahieren des „Skelettvolumens“ vom geometrischen Volumen berechnet werden.